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Bei weniger gravierenden Erkrankungen stellen solche bewährten Hausmittel eine deutliche Alternative zu Medikamenten dar. Sie fördern die Selbstheilungskräfte auf einer natürlichen Basis.
Das bewährte Hausmittel wirkt thermisch, also durch die Temperaturunterschiede zwsichen Wickel und Haut. In der Regel werden Wickel aus Tüchern gemacht, die mit warmen oder kaltem Wasser vollgesaugt sind und durch Beigaben wie Quark oder Kartoffeln auf gewünschter Temperatur gehalten werden.
Eingesetzt werden sie meist bei Entzündungen, Halsschmerzen, Wadenschmerzen und Schwellungen. Der feuchte Wickel wird um die betroffene Stelle gelegt und mit trockenen Tüchern abgeschlossen. Wirkungszeit ist meist eine Stunde, bei einer Anwendung bis zu sechsmal täglich.
Bei Husten sollten die Wickel um die Brustregion gewunden werden. Bei krampfartigen Husten ist die Benutzung von warmen Wasser empfehlenswert. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wickel nicht zu eng sitzen, da es sonst zu Atemschwierigkeiten kommen kann. Auch sollte ein zu starkes Schwitzen bei längerer Anwendung vermieden werden. Sobald die ersten Anzeichen von Schweiß auf der Stirn des Erkrankten zu beobachten sind, wird der Wickel abgenommen. Die Anwendung beschränkt sich hierbei auf zweimal täglich, da das starke Schwitzen eine enorme Anstrengung für den bereits geschwächten Körper bedeutet.
Kalte Wadenwickel können fiebersenkend wirken, dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass keine trockene Tücher zum Abschluss genutzt werden, da dies den erhofften Wärmeableitungsprozess behindern würde. Generell gilt bei hohem Fieber: Sollte sich das Fieber durch die Anwendung von Hausmitteln, in diesem Falle Wickel nicht innerhalb mehrerer Tage senken, so muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden.






