Hartes Pflaster Physiotherapie

Physiotherapie © Kalim - Fotolia.com

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Das Problem der Physiotherapie. Die Physiotherapie wurde bis 1994 als Krankengymnastik betitelt. Ziel ist es, den Bewegungsapparat und die Funktionsfähigkeit des Körper wieder herzustellen oder ihn zu verbessern.

Die Therapie wird von Physiotherapeuten durchgeführt, die von Ärzten verordnet werden. Doch leider nicht mehr so oft wie früher. Die Gründe dafür sind in den Missständen des Gesundheitssystems zu finden. 

Zum einen ist die Ausbildungssituation in Deutschland vollkommen ungeregelt und zum anderen werde Physiotherapeuten nicht unterstützt. Anerkannt werden lediglich schulische Ausbildungen, Abschlüsse an Hochschulen werden akzeptiert, jedoch nicht vergütet. Ein Berufseinsteiger verdienst ebenso viel, wie ein Physiotherapeut, der sich bereits seit einem Jahrzehnt oder mehr im Beruf befindet. Physiotherapeuten absolvieren viele Weiter- und Fortbildungen, die ihnen keinen Karrieresprung einbringen, lediglich den Erhalt des vorhandenen Jobs. 

Die Fortbildungen sind teuer, die Refinanzierung durch Mehrarbeit ist groß und somit bleibt den Physiotherapeuten wenig Zeit für Lobbyarbeit. Doch leider bräuchte dieser Berufszweig mehr als nur einen Anstoß. Viele Physiotherapeuten arbeiten in Halbtagsstellen und verdienen so nicht genug Geld, um sich damit zu ernähren. Sie müssen in diversen anderen Jobs arbeiten, um ihre Miete zahlen zu können. Wer sich eine eigene Praxis leistet, der hat viel zu tun. Meistens sind Überstunden vorprogrammiert, doch der Lohn dafür ist gering. Viel zu gering. Und dann zeigt sich das Problem auch im Bereich der Überweisungen. Ärzte können nicht mehr all zu oft präventiv Physiotherapie verschreiben, so, dass die Patienten, die die Behandlung nötig hätten, sie nicht erhalten. 

Hier geht es weitaus um mehr, als nur bessere Bezahlung für Physiotherapeuten. Hier geht es um den Zusammenbruch des gesamten Gesundheitssystem und die bitteren Aussichten für die Zukunft. Wer sich jetzt nicht wehrt, für den könnte es schon bald zu spät sein. 

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